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FRATCH Tools · Kostenrechner 2026

Was kostet ein Freelancer — im Vergleich zur Festanstellung?

Auf 100 € Bruttogehalt zahlen Arbeitgeber in Deutschland 29 € Lohnnebenkosten (Destatis). Dieser kostenlose Rechner vergleicht die echten Vollkosten einer Festanstellung 2026 — Sozialabgaben, Umlagen, Arbeitsplatz, Recruiting — mit dem Freelancer-Stundensatz pro produktiver Stunde, inklusive Break-even für dein Szenario.

Kostenvergleichsrechner

  • Festanstellung

    82 €

    pro produktiver Stunde — 105.619 € Vollkosten bei 1.286 produktiven Stunden/Jahr

  • Freelancer

    103 €

    pro abgerechneter Stunde inkl. Gebühr — 824 € Tagessatz (8 h)

  • Differenz pro Stunde

    +25,5%

    Der Freelancer kostet in diesem Szenario pro produktiver Stunde mehr.

Wohin das Geld fließt — Jahresansicht

Festanstellung — Vollkosten pro Jahr

105.619 €

Freelancer — gleicher produktiver Output

132.499 €

  • Bruttogehalt75.000 €
  • Arbeitgeberanteil Sozialversicherung15.309 €
  • Umlagen & Unfallversicherung2.460 €
  • Arbeitsplatz, Weiterbildung & Recruiting12.850 €

Break-even: Ab wann lohnt sich die Festanstellung?

Bei voller Auslastung wird die Festanstellung nach etwa 3,1 Monaten wirtschaftlicher. Darunter — bei klar umrissenen Projekten, Lastspitzen oder Teilauslastung — gewinnt der Freelancer.

Festanstellung (inkl. Recruiting)Freelancer (gleicher Output)
0 T€ 66 T€ 132 T€ 199 T€ 265 T€ 0 6 12 18 24
Kumulierte Kosten nach Einsatzdauer in Monaten bei gleichem produktivem Output. Die Festanstellungs-Kurve startet mit der einmaligen Recruiting-Investition.

Dein Szenario

Markt-Stundensätze als Vorlage (Ø 2026)

So rechnet dieser Rechner

Auf Arbeitgeberseite addiert der Rechner die geprüften Beitragssätze 2026 — unter Anwendung beider Beitragsbemessungsgrenzen — plus Umlagen, gesetzliche Unfallversicherung, Arbeitsplatz-, Weiterbildungs- und anteilige Recruiting-Kosten zum Bruttogehalt. Diese Vollkosten werden durch realistische produktive Stunden geteilt: 260 Wochentage minus Feiertage, Urlaub, Krankheit und Weiterbildung, multipliziert mit dem produktiven Anteil der Arbeitszeit. Auf Freelancer-Seite wird der Stundensatz (plus optionale Vermittlungsgebühr) mit denselben produktiven Stunden multipliziert — Freelancer stellen nur geleistete Arbeit in Rechnung.

Standardwerte und Quellen des Rechners
Parameter (Standardwerte)WertQuelle
Arbeitgeberanteile Sozialversicherung 2026 (RV 9,3 % · ALV 1,3 % · KV 7,3 % + Ø 1,45 % · PV 1,8 %)≈ 21.15% lohn-info.de
Beitragsbemessungsgrenzen 2026 (KV/PV · RV/ALV)€69,750 · €101,400 bundesregierung.de
Umlagen (U1 Ø 1,6 % anpassbar · U2 0,44 % · U3 0,15 %) und Unfallversicherung Ø 1,09 %≈ 3.3% tk.de · dguv.de
Durchschnittliche Krankheitstage pro Beschäftigtem (2025)≈ 15 AOK/WIdO
Durchschnittlicher Freelancer-Stundensatz DACH 2026€103 Freelancer-Kompass 2026
Arbeitskosten je geleistete Stunde, Deutschland (2025)€45.00 Destatis

Alle Werte sind Referenzwerte 2026 für Deutschland und oben anpassbar. Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung — keine Steuer-, Rechts- oder Lohnbuchhaltungsberatung.

Freelancer oder Festanstellung — wann lohnt sich welches Modell?

Freelancer gewinnt

Projekte, Lastspitzen und Spezialwissen

  • Start in Tagen — IT-Stellen bleiben in Deutschland Ø 7,7 Monate unbesetzt (Bitkom)
  • Klar umrissene Einsätze bis ca. 12–18 Monate oder unterhalb der Vollauslastung
  • Keine Leerlauf-, Recruiting-, Abfindungs- oder Ausstattungskosten
  • Senior-Expertise, die fest kaum zu rekrutieren ist
Aktuelle Freelance-Projekte ansehen

Festanstellung gewinnt

Dauerhafte Auslastung im Kerngeschäft

  • Langfristige Rollen jenseits des oben berechneten Break-even-Monats
  • Kerngeschäfts-Wissen, das im Haus bleiben und wachsen soll
  • Führung und Rollen mit tiefer organisatorischer Einbindung
  • Tätigkeiten, die sonst in die Scheinselbständigkeit abrutschen würden
Scheinselbständigkeits-Risiko prüfen

Freelancer-Stundensätze 2026 nach Fachrichtung

Marktdurchschnitte für die DACH-Region (Freelancer-Kompass 2026 und freelancermap-Verzeichniswerte, Frühjahr 2026). Nutze sie oben als Vorlage und verfeinere mit real angebotenen Sätzen.

Durchschnittliche Freelancer-Stunden- und Tagessätze 2026 nach Fachrichtung
FachrichtungØ StundensatzØ Tagessatz (8 h)
Alle Freelancer (Ø)103 €824 €
SAP-Beratung117 €936 €
IT-Projektleitung125 €1000 €
DevOps & Cloud105 €840 €
Data Science & KI103 €824 €
Beratung & Management101 €808 €
Ingenieurwesen98 €784 €
Softwareentwicklung92 €736 €
Design & Medien75 €600 €

Du brauchst einen Satz-Benchmark für eine konkrete Rolle?Individuellen Pricing-Benchmark anfragenoder entdecke dasRollenverzeichnis mit verfügbaren Freelancern

Freelancer-Kosten 2026 — FAQ

Schnelle Antworten zu Stundensätzen, Lohnnebenkosten, Beitragsbemessungsgrenzen und der Frage, wann sich welches Modell rechnet.

Der durchschnittliche Freelancer-Stundensatz im DACH-Markt liegt 2026 bei rund 103 € (Freelancer-Kompass 2026, n≈5.400). Die Sätze unterscheiden sich stark nach Fachrichtung: Softwareentwicklung im Schnitt rund 92 €, Beratung und Management rund 101 €, DevOps und Cloud rund 105 €, SAP-Beratung rund 117 € und IT-Projektleitung bis 125 € pro Stunde. Seniorität, Branche und Region verschieben diese Durchschnitte weiter — dem Gesamtdurchschnitt entspricht ein Tagessatz von etwa 820–840 €.

Arbeitgeber zahlen 2026 rund 21 % gesetzliche Sozialabgaben auf das Brutto (Rente 9,3 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 %, Krankenversicherung 7,3 % + Ø 1,45 % Zusatzbeitrag, Pflege 1,8 %) plus Umlagen (U1 Krankheit, U2 Mutterschaft, U3 Insolvenzgeld) und gesetzliche Unfallversicherung. Mit Arbeitsplatz, Ausstattung, Weiterbildung und Recruiting meldet Destatis 29 € Lohnnebenkosten je 100 € Bruttoverdienst. Ein Gehalt von 60.000 € kostet den Arbeitgeber damit real etwa 75.000–77.000 € pro Jahr — noch ohne Büro- oder Einstellungs-Overhead.

Pro nomineller Stunde meist ja — pro produktiver Stunde schrumpft der Abstand drastisch. Ein Angestellter wird für Urlaub (Ø 30 Tage), Feiertage (10–13), Krankheit (Ø 15 Arbeitstage) und interne Zeiten bezahlt; übrig bleiben rund 1.100–1.300 produktive Stunden pro Jahr. Ein Freelancer stellt nur geleistete Arbeit in Rechnung, startet ohne Recruiting-Vorlauf und verursacht keine Leerlaufkosten zwischen Projekten. Welches Modell günstiger ist, hängt von Dauer und Auslastung ab — genau das zeigt dieser Rechner.

Freelancer gewinnen typischerweise bei klar umrissenen Projekten, Lastspitzen und Spezialwissen: keine Recruiting-Kosten, Start in Tagen statt Monaten (IT-Stellen bleiben in Deutschland Ø 7,7 Monate unbesetzt — Bitkom), keine Gehaltsverpflichtung nach Projektende und keine Leerlaufkosten bei Teilauslastung. Bis etwa 12–18 Monate Einsatzdauer oder unterhalb der Vollauslastung sind sie meist die wirtschaftlichere Option.

Die Festanstellung gewinnt in der Regel bei dauerhafter Auslastung im Kerngeschäft und bei Rollen, deren Wissen im Unternehmen bleiben soll. Sobald die einmalige Recruiting-Investition abgeschrieben ist, liegt die monatliche Run-Rate eines Angestellten unter einem voll ausgelasteten Freelancer zu Marktsätzen — der Break-even-Chart in diesem Rechner zeigt den genauen Monat für deine Zahlen.

Arbeitgeberseite: Bruttogehalt, die Arbeitgeberanteile 2026 zu Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung (mit Beitragsbemessungsgrenzen), Umlagen U1/U2/U3, gesetzliche Unfallversicherung, Arbeitsplatz- und Ausstattungskosten, Weiterbildungsbudget und anteilige Recruiting-Kosten — geteilt durch realistische produktive Stunden (nach Urlaub, Feiertagen, Krankheit, Weiterbildung und Nicht-Projektzeit). Freelancer-Seite: Stundensatz plus optionale Agentur- oder Plattformgebühr. Alle Parameter sind anpassbar.

2026 liegt die Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung bei 69.750 € pro Jahr (5.812,50 €/Monat), die der Renten- und Arbeitslosenversicherung bundeseinheitlich bei 101.400 € pro Jahr (8.450 €/Monat). Oberhalb dieser Grenzen wachsen die Arbeitgeberbeiträge nicht weiter — deshalb sinkt der relative Lohnnebenkostenanteil bei hohen Gehältern leicht. Der Rechner wendet beide Grenzen automatisch an.

Die Standardwerte bilden Deutschland 2026 ab. In Österreich liegen die gesamten Dienstgeber-Lohnnebenkosten bei rund 29–30 % des Bruttos (SV ~21 % plus BV, DB/DZ und Kommunalsteuer), in der Schweiz bei rund 15–22 % (AHV/IV/EO, ALV, BVG, UVG, FAK). Über die erweiterten Parameter lassen sich beide Länder näherungsweise abbilden. Auch die Marktsätze unterscheiden sich: Ø 101 € in Österreich und Ø 133 € in der Schweiz (2026).

Kosten sind nur die eine Seite — der Einsatz muss auch tatsächlich selbständig ausgestaltet sein. Arbeitet ein Freelancer wie ein Angestellter (feste Zeiten, Team-Einbindung, Weisungen), kann die Deutsche Rentenversicherung den Einsatz umqualifizieren — mit Beitragsnachzahlungen für bis zu 4 Jahre. Mit unserem kostenlosen Scheinselbständigkeits-Check prüfst du das Risikoprofil eines Einsatzes in rund 5 Minuten.

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